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IGfD im Ferienprogramm der Stadt Schriesheim: Besuch in der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg

Bericht in der RNZ: Kinder haben ein Gefühl für Freiheit und Gerechtigkeit

Vergangenen Donnerstag lud die Initiative Gemeinsam für Demokratie erstmals zu Ferienspielen ein. Eine kleine Gruppe von Kindern zwischen acht und elf Jahren machte sich gemeinsam mit Eli Walter, Siegmar Reiss und Christiane Haase mit der OEG auf den Weg zur Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg. Schon den Weg dorthin genossen die Kinder, fragten in der Heidelberger Hauptstraße nach der Statue von Robert Bunsen und staunten über das älteste Haus Heidelbergs, das Hotel Ritter.

Elias, ein Student, nahm unsere Gruppe in Empfang und startete die Tour durch die sorgsam eingerichteten Räume. Die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte hat die Aufgabe, das Andenken an Friedrich Ebert als erstes demokratisches Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte zu wahren und einen Beitrag zum Verständnis der deutschen Geschichte seiner Zeit zu leisten. Im September 1905 wurde Ebert in den SPD-Parteivorstand gewählt – mit nur 34 Jahren war er dessen jüngstes Mitglied. 1912 zog er in den Reichstag ein, dem er bis 1918 angehörte. 1913 wurde Ebert zu einem der beiden Parteivorsitzenden gewählt. In dieser Funktion führte Ebert die SPD durch den Ersten Weltkrieg, der seine Partei vor eine Zerreißprobe stellte. Schließlich wurde er am 11. Februar 1919 zum Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt.

Elias erklärte den Kindern mit einfachen Worten, wie ein Parlament funktioniert und was Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ist. Dazu stellte er die erste Frau im Parlament, Marie Juchacz von der SPD vor. Sie hielt am 19. Februar 1919 ihre erste Rede.
Der Begriff Inflation wurde ebenfalls anschaulich erläutert. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass ein Laib Brot im Dezember 1919 noch 80 Pfennige, aber im Dezember 1923 schon 399.000.000.000 Mark kostete. Das sind 399 Milliarden Mark für ein Brot – unvorstellbar! Im Anschluss an die Ausstellung durften Moska, Zala, Freshta, Mohammad, Ahmad und Maurice noch das Elternhaus von Friedrich Ebert anschauen. Die Familie Ebert bewohnte mit acht Personen ein kleines Haus mit niedrigen Decken. Die Kinder schliefen teils zu dritt in einem Bett und mussten den Herd mit Holz befeuern.

Schließlich wurde noch mit Feuereifer eine rote Nelke gebastelt. Sie war in der damaligen Zeit ein Zeichen der SPD-Mitglieder, die keine roten Fahnen schwenken durften.

Auf dem Rückweg ließen wir uns noch ein Eis schmecken, denn es war heiß und der Weg war lang. Uns allen hat der Ausflug viel Spaß gemacht. Auch für Erwachsene ist ein Besuch der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte absolut lohnenswert.

Christiane Haase für die Initiative Gemeinsam für Demokratie


Vielen Dank für Euren Besuch unseres Demokratiefestes!